Das Glücksspiel ist nicht einfach nur eine Glückssache. Natürlich gehört auch ein Quäntchen Glück dazu, um einen großen Gewinn zu machen, doch hauptsächlich ist das „Glück haben“ bei Glücksspielen eine reine Psychosache. Wir wollen daher die Psychologie des Online-Glücksspiels etwas genauer betrachten.
Es gibt unterschiedliche Meinungen über die Glücksspiele und deren Bedeutung und Wert für den Einzelnen. Für die Einen handelt es sich dabei um ein Spiel, um normales menschliches Verhalten. Andere setzen beispielsweise einen Kasinobesuch mit etwas Negativem gleich, für sie handelt es sich um eine negative Verhaltensweise oder auch eine ungesetzliche Tätigkeit. In vielen Ländern ist das Glücksspiel verboten.
Das Wort Spielen ist in unserer Kultur ein positiv besetzter Begriff. Man denkt an seine Kindheit, Spaß, Geselligkeit, Freiheit und Spontanität. Glücksspiel jedoch bedeutet Zufall, Risiko, Gewinn oder Verlust. Das Glücksspiel erzeugt bei vielen Menschen Faszination und Nervenkitzel. Das Spielverhalten kann jedoch, abhängig von vielen verschiedenen Faktoren, irgendwann wirklich krankhaft werden. Dabei können unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen, so unter anderem die Wirkung, die das Spielen auf die Person ausübt, deren Persönlichkeitsstruktur, die Verfügbarkeit des Glücksspiels und das soziale Umfeld. Besonders gefährdet, glücksspielabhängig zu werden, sind zumeist Menschen mit chronischen und akuten Problemen in ihrem Leben.
Für Menschen die spielsüchtig sind ist das Glücksspiel etwas ganz natürliches und normales. Das Glücksspiel ist für die meisten von ihnen Teil der Freizeitgestaltung, eine Form der Unterhaltung. Für sie ist das Glücksspiel ein ganz normaler Bestandteil ihres Lebens der nichts mit einer Krankheit zu tun hat. Und genau darin liegt dann das Problem.
Denn diese Personen verlieren häufig die Kontrolle über ihre Gefühle und irgendwann auch über das Spiel. Daher fehlt ihnen irgendwann die richtige Konzentration und sie können nicht mehr intelligent spielen. Nach und nach begibt sich der Betroffene in einen negativen Kreislauf. Er spielt immer häufiger, die Einsätze steigen, die einzelnen Spielphasen werden länger und die Risikobereitschaft nimmt zu. Die meisten Spieler beschreiben die Gefühle, die sie beim Spielen beziehungsweise nach einer Verlustphase empfinden, als Erleichterung oder Entspannung und diese psychischen Erfahrungen lösen bei den Betroffenen eine Art Wiederholungszwang aus. Hauptkennzeichen der Sucht sind der Verlust der Selbstkontrolle und die Unfähigkeit mit dem Spielen aufzuhören. In einem solchen Fall sollte sich ein Spieler professionelle Hilfe suchen.
Ein erfolgreicher und mit gesundem Verstand spielender Spieler hat einen Sinn für den richtigen Zeitpunkt. Er weiß, wann er spielen soll und wann er zu gehen hat. Ein kluger Spieler wird nie so lange spielen bis er pleite ist.











