Kasachstan, das neuntgrößte Lande der Welt, fast so groß wie Westeuropa und an der Südgrenze Russlands gelegen, ist mit seinen 15 Millionen Einwohnern ein recht unbekanntes Land. Auch als Urlaubs- oder Reiseland hat es bis jetzt noch nicht viel von sich Reden gemacht, was sich allerdings, nach Plänen der Regierung, im Laufe der kommenden Jahre ändern soll. Kasachstan soll zu einem begehrten Touristenziel, vor allem für Kasinobesucher und Kasinoliebhaber, werden.
Aus diesem Grund hat die Regierung entschieden im Südosten des Landes, in der Wüste Kasachstans, ein neues Las Vegas, eine originalgetreue Kopie des Las Vegas in der Wüste Nevadas, zu errichten. Hier soll in den kommenden zehn Jahren eine Stadt aus dem Boden gestampft werden, in der sich die Besucher vor allem bei Kasinospielen vergnügen können. Bereits 2008 hat die Regierung den Vertrag zum Bau der künstlichen Stadt unterzeichnet.
Um dieses Vorhaben zu realisieren wurde bereits in diesem Jahr mit dem Bau des Flughafens begonnen. Seine Eröffnung soll Ende 2011 stattfinden. Anfänglich soll dieser 5 Millionen Passagiere empfangen und in zehn Jahren dann um die 25 Millionen. Daneben hat der Präsident des Landes, Nursultan Nasarbajew, bereits 2008 alle Kasinos des Landes geschlossen.
Auch wenn die Besucherzahlen des Landes recht niedrig sind, wächst die Zahl der Touristen schon heute von Jahr zu Jahr. Das Ziel der Regierung ist es (Nationale Tourismusstrategie) im Jahre 2011 neun Millionen Besucher zu empfangen. Heutzutage besteht der Großteil der Besucher aus Geschäftsmänner der internationalen Ölfirmen. 2007 kamen insgesamt 5,3 Millionen Besucher nach Kasachstan, davon waren jedoch etwa 70 Prozent Geschäftsleute. Mit dem Bau der Kasinostadt hofft man auf Touristen aus der ganzen Welt, aus China, Russland, Indien, den Arabischen Emiraten, der Türkei und Europa.
Diesen werden dann insgesamt 25 Spielkasinos, 42.000 Hotelzimmern und tausend Restaurants zu ihrem Vergnügen zur Verfügung stehen. Die Regierung rechnet damit, dass im kasachischen Las Vegas etwa 800.000 Einwohner leben werden. Das Projekt wird insgesamt zwischen 25 und 30 Milliarden Dollar in Anspruch nehmen.











